GÜNTER VERHEUGEN

Günter Verheugen (SPD, bis 1982 FDP) wurde am 28. April 1944 in Bad Kreuznach geboren. Ab 1967 war er Landesvorsitzender der Deutschen Jungdemokraten in Nordrhein-Westfalen. Unmittelbar nach seinem Studium wurde Verheugen 1969 Referatsleiter für Öffentlichkeitsarbeit im Bundesministerium des Innern unter Hans-Dietrich Genscher. Mit seinem Chef wechselte er 1974 in das Auswärtige Amt, wo er bis 1976 Leiter des Arbeitsstabs Analysen und Information war. 1977 wurde er Bundesgeschäftsführer der FDP. Der Mainzer Bundesparteitag wählte ihn 1978 zum Generalsekretär. Nach dem Koalitionswechsel 1982 trat er aus der FDP aus und trat noch im selben Jahr mit anderen prominenten FDP-Mitgliedern wie Ingrid Matthäus-Maier und Andreas von Schoeler der SPD bei, und saß fortan, bis 1999, für die SPD im Deutschen Bundestag. 1999 wurde Verheugen Mitglied der Europäischen Kommission, wo er zunächst für eine Amtszeit die Zuständigkeit für die Erweiterung innehatte. Er war in der Komission Barroso I Vizepräsident der Europäischen Kommission und als EU-Kommissar zuständig für Unternehmen und Industrie. In der Kommission unter Romano Prodi war er für die EU-Erweiterung zuständig. Nach seinem Rückzug aus der Europapolitik ist Verheugen Honorarprofessor an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt/Oder.